Dawai! Dawai!

Dsarenreich

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Die Akorsk

Die Akorski sind eine der merkwürdigsten Truppen, die ich je getroffen haben. Überragend in ihrer eigenen Taktik, mit dem Bogen ungeschlagen und zur Stelle wenn man sie braucht. Aber ihre Idee von “Freiheit” bringt Unruhe in die eigenen Truppen.
General Karl von Breidenstein.

 

Die Entstehung der Akorsk

Vor 261 Jahren tobte in Vodgorod ein blutiger und grausamer Krieg. Als der übermächtige Feind kurz vor den Toren Frati Oras stand, traf sich Ljewin, der Heerführer des Dsaren, mit dem Kahn der Syhnal in der Feste zu Nobjalinsk, östlich der Hauptstadt. Ljewin bat um die Hilfe der Syhnal beim Kampf gegen das anrückende Heer und der Kahn sicherte ihm dies zu. Denn er war überzeugt, das Volgorod nur frei sein könne, wenn all seine Bewohner in Frieden und Einigkeit leben. Die Syhnal waren im ganzen Land für ihre großartigen Bogenschützen bekannt und so unterstellte der Kahn eine Handvoll seiner besten Schützen dem Dsaren, damit sie die Bogen der dsarischen Armee ausbilden konnten. Die Geschichte erzählt, das die Syhnal nur drei Tage brauchten um die effektivste Bogenschütze zu trainieren, die das Land je zuvor gesehen hatte. Ihre Stärke war eine spezielle Taktik mit der selbst kleine Gruppen von Bogenträgern eine große Anzahl Gegner ausschalten konnten ohne sich selber als Ziel für die feindliche Bogen preiszugeben. Bis zum kalten Ende der großen Schlacht auf dem See Umbra Apa hatten die Bogenschützen viele Scharmützel zwischen der Volgoritienern und dem großen Heer für das Land entscheiden können. So kam es auch, das sich der Name AKORSK, wie sich die Bogenschützen selbst nannten, schnell im Land verbreitete und ihr Schlachtruf „Myr Akorski – Syr Targirsk!“ (Wir sind die Bogen – Die das Ziel) auch über die Grenzen Volgorods hinaus bekannt wurde.

 

Als 21 Jahre später Voron den Dsaren stürzte und das Land mit seiner eisernen Faust übernahm wandten sich die Syhnal ab und zogen sich in die große Steppe zurück. Voron gliederte die Akorsk in seine Armee ein, da er um die Schlagkräftigkeit und das Ansehen der Bogenschützen wusste. Viele der führenden Akorsk, die sich zu dieser Zeit noch aus Syhnal zusammensetzten, verließen die Einheit um ihrem Volk zu folgen. Nur wenige blieben zurück. Diese wurden von den Syhnal als Verräter bezichtigt, da Voron begann das Volk der Syhnal zu versklaven. Man warf ihnen vor, sie hätten sich von Voron kaufen lassen, da diese als einzige Syhnal ihre Freiheit behielten. Dieses Gerücht hielt sich stark in den Köpfen der Syhnal, auch wenn die Wahrheit anders aus sah.

Einige Offiziere der Akorsk waren jedoch freiwillig in Nobjalinsk geblieben. Denn Voron, der die Akorsk aus gutem Grund auf seiner Seite wissen wollte, hatte ihnen auch einen Beraterposten in seiner Armee zugesagt und so sahen sie darin eine Möglichkeit, Einfluss auf die Entwicklung des Landes nehmen zu können. Denn sie hielten immer noch an den alten Zielen fest: Der Freiheit und Einigkeit Volgorods. Aus dieser Zeit stammen auch die „Unosch“, eine Art Leitfaden der Akorsk, über den aber in der Öffentlichkeit so gut wie nichts bekannt ist. Die Unosch sind auch noch heute fester Bestandteil der Ausbildung zum Akorski.

 


Als 34 n.S. Dsar Dogoniat, der von der Kirche ernannte Nachfolger Vorons, die Versklavung der Syhnal per Strafe verbot, näherten sich die Akorsk sich den Syhnal wieder an. Die Akorsk begannen überall im Land gute Bogenschützen zu suchen und weiter auszubilden. Nur wenige Jahre später hörte man immer öfter davon, das die Akorsk auch Bogenschützen trainierten, die nicht aus Volgorod stammten.
Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Idee der Akorsk auch über die Grenzen des Landes hinweg verbreitete. Seit dieser Zeit wird davon berichtet, das immer wenn das Banner der Akorsk wehte, all jene die den Unosch folgten, sich zusammen fanden um gemeinsam zu kämpfen. Was in einigen Gegenden zu seltsamen Begebenheiten führte.

 

So gibt es eine alte Sage, die erzählt, dass sich einst zwei Heere gegenüberstanden. Da ritt ein Bogenschütze zwischen den Fronten auf und rammte das Akorsk-Banner in den Boden. Darauf hin lösten sich aus beiden Reihen viele Bogenschützen und versammelten sich um das Banner. Sie formierten sich und verließen geschlossen das Schlachtfeld. Die Heerführer seien dadurch so verunsichert gewesen, das beide Armeen wieder zurück in ihre Heimat zogen.

Die Struktur der Akorsk

Es gibt drei Ebenen bei den Akorsk. Da sind die Rekruten (Busker), die Unteroffiziere (Faskyr) und die Offiziere (Lioschk). Ein jeder, der die Ausbildung durchlaufen hat, nennt sich Akorski. Die Anzahl der Personen einer Ebene ist nicht begrenzt. Beförderungen sind abhängig von Leistung, Alter und Zugehörigkeit zu den Akorsk.
Die Befehlsstruktur ist Auftragsorientiert und für eine militärische Einheit recht freundschaftlich. Ein zentraler Gedanke der Akorsk ist die verschworene Gemeinschaft nach dem Moto: „Jeder für Jeden und alle für die Freiheit“.

Die Aufgaben der Personen in den Ebenen

Die Busker

Die Ausbildung der Busker dauert sieben Tage, kann aber unter bestimmten Umständen auch verkürzt werden. Sie ist sehr fordernd und die Busker haben sich während dessen an die Weisungen der Faskyr und den Lioschk zu halten. Wurden sie nach sieben Tagen zum Akorski ernannt, gilt diese Unterstellung nur noch, wenn das Banner weht, also ein Einsatz bevor steht. Das heißt: Wird irgendwo das Banner gehisst, habe sie die Pflicht, sich dort zu melden und den Weisungen ihrer „Vorgesetzten“ zu folgen. Die Meldung lautet: „Ich bin XY. Busker der Akorsk und folge den Unosch. Myr Akorski.“

Die Faskyr

Die Faskyr sind die Ausbilder der Akorsk. Sie trainieren die Busker im Bogenschießen, in den besonderen Taktiken und steigern ihre Kraft und Ausdauer. Sie haben aber auch dafür Sorge zu tragen, dass die Busker die Unosch verinnerlichen. Hat sich ein Busker durch gute Leistungen oder besondere Taten hervorgetan und lebt nach den Unosch, kann er zum Faskyr erhoben werden. Diese Ehre kann ihm nur durch den Faskyr zu teil werden, der seine Ausbildung geleitet und den Busker auf seine Fähigkeit überprüft hat.
Weht das Banner, haben auch sie sich dort mit folgenden Worten zu melden: „Ich bin XY. Faskyr der Akorsk und folge den Unosch. Myr Akorski.“

Die Lioschk

Sie leiten die Geschicke der Akorsk. Sie sind Meisterhafte Bogenschützen und sehr geübt in Diplomatie und Strategie. Ihre Kraft ist auf das große Ziel gerichtet, was nicht bedeutet das ein Lioschk in keiner Schlachtreihe mehr zu finden wäre. Auch sie haben das Recht Busker zum Faskyr zu ernennen. Doch die Erhebung vom Faskyr zum Lioschk ist ihr alleiniges Privileg. Sie genießen hohes Ansehen unter den Akorski und gelten als besonnen und intelligent. Sehen sie das Banner wehen, melden sie sich dort mit den Worten: „Ich bin XY. Lioschk der Akorsk. Bewahrer der Unosch. Myr Akorski.“

Die Bedeutung des Banners

Das Banner gilt als Zeichen, das ein Akorski die Unterstützung seiner Kameraden braucht.
Jeder ordentliche Akorski hat das Recht, das Banner zu hissen. Und jeder Akorski hat die Pflicht sich zu melden, wenn er das Banner erblickt. Jedem der sich meldet, hat der, der um Hilfe bittet, den Grund zu nennen, warum das Banner weht. Darauf hin hat jeder im Rang eines Busker die freiwillige Entscheidung dem Banner zu folgen.

Der, der das Banner hisste, hat solange die Geschicke der anwesenden Akorsk, im Sinne der Unosch, zu leiten, bis sich ein ihm im Rang Vorgesetzter Akorski am Banner meldet. Dann hat er dem Vorgesetzten den Grund zu melden, warum er das Banner aufgestellt hat und übergibt das Kommando.

Die Unosch

Sie sind die Philosophie der Akorsk. Sie sollen die Traditionen aufrecht halten, die Konzentration stärken und das große Ziel, die Freiheit und Einigkeit, allen Akorski immer vor Augen stellen.

Sie bestehen aus sieben Sätzen. In der Ausbildung der Busker ist pro Ausbildungstag ein Satz zu lehren und zu lernen. Sie bekommen vom Faskyr nach dem „Morgen-Appell“ einen Satz vorgetragen. Während des Trainings sollen sie dann über diesen Satz nachdenken um am Abend ihrem Ausbilder die Bedeutung des Satzes erklären zu können.

Die sieben Sätze konnten nicht hier beschrieben werden, da sie von den Akorsk unter Verschluss gehalten werden. Sie werden nur an jene weitergegeben die ihre Ausbildung durchlaufen.