Dawai! Dawai!

Dsarenreich

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Bevölkerung

In der Beurteilung der Vodgoden habe ich mich niemals einer Illusion hingegeben. Ich wusste, dass ihre Wesen anders ist und ihre Moral unvereinbar mit der zivilisierten Welt. Was für den Mittelländer den Tod bedeutet, ist für den Vodgoden gesund.
Aus: Gespräche mit Fürst Johann

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Vodgoden:

Die Bevölkerung Vodgorod ist fast ausschließlich menschlich. Eine Ausnahme bilden die die Ilithilden, eine Elfenrasse die im hohen Norden Vodgorods lebt. Man hält sie für die Ureinwohner Vodgorods, die schon lange vor den Menschen hier heimisch waren. Man behandelt sie mit großem Respekt, aber sie mischen sich kaum in die Belange der Menschen ein. Zwerge sind bekannt, aber bis auf wenige zugezogene Ausnahmen nicht heimisch. Da das Leben in Vodgorod sehr unwirtlich sein kann, ist Gastfreundschaft die höchste Tugend und selbst komplett Fremden gewährt man einen Platz am Feuer. Dennoch werden Fremde mit Misstrauen behandelt, unbekannten Rassen sogar mit offener Feindschaft.

Die ländliche Bevölkerung Vodgorods ist stark sippenorientiert und die Familie gilt als wichtigster Halt in der Gesellschaft. Man lebt von Ackerbau, Viehzucht, Jagd und Fischerei. Die Bekleidung ist meist weiße Hemden/Kleider mit bunten Borten und Bändern oder Leder und Felle. Frauen tragen fast immer Kopftücher oder zu mindestens Haarkränze, während Männer Pelzkappen tragen. Eine altes Sprichwort sagt “Ist der Kopf frei, verschwindet die Weisheit.” und so sieht man kaum jemanden ohne Kopfbedeckung.

Ethnisch nicht mit den Bewohnern Vodogrods verwandt sind die Zigeuner, die vor langer Zeit ins Land gezogen und nun dort heimisch sind. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern werden sie in Vodgorod mit ihren bunten Wagen und ihrer Musik als willkommene Abwechslung gesehen. Ihre Kleidung ist meist sehr bunt mit Schellenbändern.

Die dritte Gruppe sind die Steppenvölker – die Syhnal, über sie ist in Vodgorod sehr wenig bekannt. Ihre Kleidung ist aus Leder und Pelzen und kaum jemand kann besser Bogenschießen und reiten als sie. Nach langer Zeit interner Streitigkeiten gelang es der jungen Khanin Ruslana die Stämme zu einigen und manch einer in Vodgorod befürchtet neues Ungemach aus der Steppe. Auch unter den Syhnal wird Ruslana mit Argwohn beobachtet und es gibt ebenso Stämme, die sich ihrem politischen Zielen verschließen und wieder näher an das Dsarenhaus rücken.

Keine Volksgruppe im eigentlichen Sinne sind die Cosseken ehemalige Leibeigene, die sich zu Wehrbauern im Dienste des Dsaren hochgedient haben.

Einige Vodgoden sind im ganzen Land bekannt und ihr Ruf eilt ihnen weit voraus. Im Guten wie im Schlechten.

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Feinde:

Kein Volk ist ohne Feinde und so hat auch Vodgorod durch die Geschichte hinweg leidvolle Erfahrungen machen müssen. Die verhasstesten Feinde sind ohne Zweifel die Trolle in den Bergen Helsk, zusammen mit ihren Verbündeten. Kaum eine Familie, die nicht einen geliebten Verwandten an die “Brut der Steine” verloren hätte. So lange wie die Geschichte Vodgorod und seine Bewohner kennt, so lange kennt sich auch den Krieg mit den Trollen. Selbst in den Geschichten der Ilithilden wird von diesen Kämpfen zu Urzeiten erzählt.

Ebenfalls im Osten liegt die abtrünnige Provinz Wisznirod, die sich durch ihren schändlichen Verrat von Vodgorod abgewandt hat und seit ca. 200 Jahren im Krieg mit der Schwester liegt. Viel Blut ist seit dieser Zeit geflossen und nur die Festen Dros Tiraz und Dros Valeran halten den Vormarsch, der kaum noch menschlichen Bestien aus Wiszinirod zurück. Sie sollen selbst die ewige Fehde mit den Trollen vergessen haben und nun Verbündete sein, so erzählt man.

Fast jedes Dorf erzählt Geschichten von Werwesen, Untoten und Vampiren, ob es sich dabei nur um Geschichten handelt, um die die Kinder zu erschrecken oder um tatsächliche Ereignisse bleibt meist unaufgeklärt.
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