Dawai! Dawai!

Dsarenreich

Archiv

Die Geschichte Vodgorods

 

Mehrere Hundert Jahre Geschichte haben ihre Spuren sowohl im Land als auch in der Bevölkerung hinterlassen. Wer einen Vodgoden und seine Welt verstehen will, dem hilft ein Blick auf die Vergangenheit des Volkes. Niemand muss Jahreszahlen auswendig lernen oder “Vodgodische Historie” studiert haben, aber vieles im Spiel bei und mit uns gestaltet sich einfacher, wenn man die Hintergründe mal überflogen hat. Natürlich kann man sich das Wissen bei uns auch erspielen – manchmal ist das interessanter.

 

Erstes Zeitalter

Das erste Zeitalter ist die mystische Vorzeit Vodgorods, als die alten Götter noch über die Welt herrschten und die Urvölker Vodgorods mit einander im Krieg lagen. Es ist nur wenig aus dieser Zeit bekannt, einzig die Ilithilden wissen noch aus dieser Zeit zu erzählen, aber ihre Augen erfüllen sich mit Tränen, wenn sie die Lieder der Zeit singen.

Zweites Zeitalter

Das zweite Zeitalter ist die Geschichte Vodgorods wie wir sie kennen und sie uns überliefert ist. Die Gefahren, das Leid, aber auch der Mut des Volkes haben das Land geprägt und nicht ohne Grund ruft jeder Vodgode voller Stolz aus: Vodgorod ist das Land, das Land ist Vodgorod!

ca. 800 v.S.
Die Geschwister Elana und Juritsch werden von einem Bär im Fluss Niev gefunden, der Bär nimmt sich ihrer an und zieht sie auf. Sie lassen sich am Zusammenfluss der beiden Ströme nieder und bauen zusammen mit dem Bären die Stadt Frati Oras auf. Von ihm lernt Elana auch die Wege der Magie, ihre Kinder werden fort an Elaniten genannt und sind magisch begabt. Urs, der Bär verlässt die Stadt, man sieht ihn aber von Zeit zu Zeit im Palast, wo er die beiden berät.

Ca 770 v.S.
Die Stadt Frati Oras wird von der finsteren Heerschar der Zlyy Dukh angegriffen und über Monate belager. Im letzten Aufgebot reiten Elana und Juritsch an der Spitze in die Schlacht. Es gelingt ihnen des Heer zu schlagen, aber dem finsteren Magier der Feinde Charody gelingt es in einem letzten Ritual noch eine Feuerbrunst auf die Heere Vodgorods zu werfen mit Elana und Juritsch im Zentrum. Hoch lodern die Flammen um sie und verheeren alles. Man berichtet sich, dass im letzten Moment die Flammen die Form eines Bären angenommen haben und die beiden darin verschwunden sind. Von diesem Moment an hat sie niemand mehr gesehen, aber sie jeder in Vodgorod weiß, dass sie zurückkehren werden, wenn ihr Volk sie braucht. Ihr Sohn Dsar Dimitri übernimmt die Dsarenwürde und führt die Bewohner Vodgorods wieder in eine friedvolle Zukunft.

ca. 700 v.S.
Die heilige Kirche der Biserica wird von Patriach Boleslav gegründet, in der man Taticule, Mamicuta und Urs verehrt. Die Würdenträger der Kirche vertreten den Standpunkt, dass auch Elena und Juritsch Taticule und Mamicuta waren, als sie auf der Welt weilten.

ca. 200 v.S.
Ein gewaltiger Brand zerstört die Bibliothek von Frati Oras und damit fast alle Aufzeichnungen über die Zeit vor dem Brand. Es sind nur noch Fragmente und Erzählungen erhalten.

203 v.S. Wladimir wird Dsar

197 v.S. Sein erster Sohn Igor wird geboren

150 v.S. Igor bekommt eine Tochter namens Rasira

160 v.S Dimitri stirbt und Igor wird Dsar

140 v.S. Igor wird schwer krank, Rasira übernimmt die Dsarenkrone

90 v.S. Rasira verstirbt ohne eine Nachkommen zu hinterlassen. Ihr Neffe Verka wird im Alter von 17 Jahren Dsar.

50 v.S. Verka stirbt. Seine Tochter Alkonost wird Dsarin.

55 v.S. Alkonost wird durch eine Intrige am Hof vergiftet und Finnist, genannt der Falke, erhebt sich selbst zum Dsaren. In seinen Augen ist er legitimer Nachfolger von Elana und Juritsch, da Rasira ein uneheliches Kind gehabt haben soll.

40 v.S Finnist gründet die Universität zu Frati Oras

30 v.S. Aus dem Osten zieht ein wildes Reitervolk, die Syhnal, unter der Führung des Silas Khan, in die Steppe im Osten und lässt sich dort nieder. Nach anfänglichen kleineren Gefechten wird im Jahre

27 v.S Frieden geschlossen und das Reitervolk der Syhnal schließt sich dem Dsarenreich Vodgorods an.

25 v.S Ljewin von Uristow wird geboren

16 v.S. Finnist stirbt und sein Sohn Mischa wird Dsar

5 v.S Ljewin tritt in den Dienst des Dsaren ein und wird schnell zum Heerführer (Polkovo) befördert.

2 v.S Aus dem Osten kommen beunruhigende Nachrichten. Ein grosses Heer wurde gesichtet, dass sich langsam auf Vodgorod zu bewegt.

1 v.S Die Gerüchte erweisen als wahr, ein gewaltiger Heerwurm unter Uwel, dem Wüter erreicht Vodgorod und hinterlässt hinter sich nur verbrannte Erde. Um diesem Schicksal zu entgehen schließt sich das Boyankar Wisznirod Uwel an und verrät Vodgorod.
Das Heer Vodgorods zieht aus, um sich dem Kampf zu stellen. Mit Hilfe der Syhnal gelingt es ihnen aber nur den Zug zu verlangsamen, nicht ihn aufzuhaletn. Der Gegner scheint über unendliche Ressourcen zu verfügen und kennt kein Erbarmen. Zu dem sind die schwer gerüsteten Kämpfer Uwels gegen die leichten Kämpfer Vodgorods klar im Vorteil.

Die Schlacht

Im darauf folgenden Winter hat der Heerzug Frati Oras erreicht. Die Kirche und das Volk beten für die Rückkehr Elana, Juritsch und des Bär. Durch einen geschickten Schachzug gelingt es dem Heerführer Ljewin, die Armee Uwels auf den zugefrorenen See Umbra Apa zu locken. Die Schlacht tobt dort hart und erbittert, aber der Plan Ljewins geht auf. Die Eisdecke, die unter dem Gewicht der schweren Reiterei und den schweren Rüstungen Uwels zittert, bricht endgültig
zusammen und reisst Uwel mitsamt seinem Heer in die Tiefe. Ljewin selbst sicherte sein Heer magisch auf der Eisdecke und so kehrte er als gefeierte Held in die Stadt zurück und vollbrachte noch viele Wundertaten.

2 n.S. Ljewin gründet am Ufer des Vad den Orden der Rytsar, um Land Kirche und Volk zu schützen. Teile des Ordens besteht aus Elaniten.

3. n.S. Der Verrat Wisznirods ist nicht vergessen und der Dsar will das verlorene Boyankar wieder gewinnen. Daher werden die Truppen Richtung Wisznirod gesandt mit dem Ziel, die neu ausgerufene Hauptstadt Frati Wiszni zu erobern. Angeführt wird dieser Feldzug von keinem geringeren als Ljewin. Aber die Eroberung gestaltet sich als schwierig, das unwegige Gelände Wisznirods, voller Berge und Sümpfe macht es dem Heer schwer den Gegner zu stellen und zu schlagen. Immer wieder werden sie aus dem Hinterhalt angegriffen und die Truppen dezimieren sich ohne einen Erfolg verzeichnen zu können.

5 n.S. Ljewin stirbt bei einem Kampf gegen 500 Trolle in den Bergen. Die Truppen Vodgorods ziehen sich zurück.

6 n.S. Getrieben von Größenwahn beansprucht der Gegen-Dsar in Frati Wiszni den Thron Vodgorods für sich und fällt über Helsk und Kalinistan nach Vodgorod ein. Der Angriff kann nur mit Mühe zurückgeschlagen werden. Die Festungen Dros Tiraz und Dros Valeran werden ausgebaut und bilden fortan die Speerspitze gegen Wisznirod.

7 n.S. Ljewin wird von der Kirche heilig gesprochen und wird der Schutzpatron Frati Oras

16 n.S Mischa stirbt und seine Tochter Olyana wird Dsarin. Olyana gilt als schwach und beeinflussbar, aber Mischa hat keine anderen Nachkommen.

20 n.S. Eine kleine adelige Gruppe aus dem Geschlecht der Elaniten, die sich selber Palaty (Licht) nennen, versucht Olyana, die trotz ihrer Schwäche beim Volk sehr beliebt ist, nach ihrem Willen mittels Magie und Drohungen zu beeinflussen.

21 n.S. Olyana wird während des Kirchenbesuchs ermordet, der Mörder bringt sich direkt nach der Tat selbst um und verbrennt in einer grünlichen Flamme. Die Handschrift der Mördergruppe der Elanotow, ein Werkzeug der Palaty. Voron, ihr Anführer, nimmt den Dsarenpalast im Handstreich und krönt sich selbst zum Dsaren. Seine Herrschaft ist voller Brutalität und Willkür.

30 n.S. Die Schreckensherrschaft Vorons findet ihr Ende in einem blutigen Bürgeraufstand mit Unterstützung der Kirche und des Ordens der Ryt. Voron wird auf dem Scheiterhaufen verbannt, aber der Zorn des Volkes richtet sich gegen alle Elaniten und so sieht man in den folgen Jahren überall in Vodgorod Scheiterhaufen brennen. Nur wenige Elaniten können flüchten oder sich verborgen halten. Die Kirche unterstützt indirekt die Hexenjagd und verteufelt ihre Gaben als dämonisches Werk. Einzig die Elaniten im Orden der Rytsar, der offiziell der heiligen Kirche unterstellt ist, sind sicher und werden geduldet. Ihre Fähigkeiten sind zu wertvoll für die Kirche. Dagoniat, ein stiller Adeliger, wird von der Kirche zum Dsaren gekrönt.

33 n. S. Das Volk der Syhnal hat unter der Schreckensherrschaft Vorons mit am meisten gelitten und wurde von ihm in grossen Teilen versklavt. Dagoniat schafft mit Beginn seiner Regentschaft die Sklaverei ab, aber große Teile der Bevölkerung halten sich nicht an das Gesetz und behalten ihre Sklaven, die nun Diener genannt wurden – an ihrer Gefangenschaft ändert sich aber nichts. Es kommt zu Sklavenaufständen in vielen Städten, wobei die noch freien Stämme der Syhnal die Aufständischen unterstützen. Doganiat hat Mühe die Städte wieder zu befrieden und unter seine Herrschaft zustellen. Der Orden der Eloy wird gegründet.

34. n.S. Der Konflikt eskaliert, vor der Stadt Skelia ziehen alle Stämme der Steppe auf und schneiden sie von der Außenwelt ab. Landbevölkerung die gefangen genommen wurde wird vor den Mauern Skelias auf das grausamste gefoltert. Dem Orden der Rytsar gelingt es, Silas, den Khan der Stämme von seinem Heer zu trennen und gefangen zu nehmen. Dogoniat lässt ihn zu sich in den Palast kommen und wird von den Wachen zu seinen Füßen geworfen. Er hilft Silas Khan? wieder
aufzustehen, kniet nieder und bittet ihm im Namen der Götter um Verzeihung für die Sklaverei und die erlittenen Untaten. Teile des Adels sind empört und verlassen unter Protest den Palast. Der Khan nimmt die Entschuldigung an, tritt mit Dogoniat auf den Balkon des Palastes und heult laut wie ein Steppenwolf. Wie von Geisterhand erlöschen die unzähligen Feuer der Belagerer und ohne einen Laut ziehen die Stämme der Steppe ab. Silas schüttelt Dogoniat noch einmal brüderlich die Hand und springt über den Balkon. Beobachter erzählen später er hätte sich während des Sprunges in einen Wolf verwandelt, sei durch die Stadt gelaufen, um dann mit einem gewaltigen Satz über die Stadtmauern zu setzen. Dogoniat stellt die Sklaverei fortan unter Kerkerstrafe und unzählige Steppenbewohner ziehen wieder in ihre Heimat.

35 n.S der Konflikt mit Teilen des Adels gährt weiter und im Norden spaltet sich die Provinz Pelgograd ab. Fürst Janosch von Pelgograd führt die Sklaverei wieder ein und beginnt in mit Sklavenexpeditionen in die Steppe.

36 n.S. Die heilige Kirche exkommuniziert Fürst Janosch und alle Bewohner Pelgograds. Sie werden als Häretiker verurteilt. Im gleichen Jahr wird in Pelgograd unter Patriach die Gegenkirche des heiligen Ljewin gegründet. Die Geistlichkeit in Vodgorod ist empört über die Anmaßung den heiligen Ljewin für sich zu beanspruchen und seinen Namen zu missbrauchen.

40 n.S. Die Kirche Ljewins veröffentlicht „Das Buch Juritsch“ und verkündet, die einzig wahre Kirche zu sein, da nur sie den wahren Willen Juritsch kennt. Insbesondere gilt der Bär in dieser Schrift als Ausgeburt des Bösen und ist damit eine vollkommen neue Interpretation des Glaubens.

42 n.S. Der Prediger Pjetor zieht durch das Land und ruft die Menschen zum aktiven Widerstand gegen die Häretiker im Norden auf. Immer mehr Menschen schließen sich ihm an, da man die Häresie auf für die Ernteausfälle verantwortlich macht.

44 n.S. Pjetor hat an Einfluss gewonnen und wird zu Dogoniat vorgelassen. Der Dsar ist sichtlich gealtert und kann dem Redefluss Pjetors kaum folgen. Pjetor gelingt es Dogoniat von der Wichtigkeit seiner Mission zu überzeugen. Auch der Patriach und Matriachin der heiligen Kirche sind auf der Seite Pjetors. Zur Sommersonnenwende verkünden sie den heiligen Krieg, um die Schande von Ljewins Andenken wieder rein zu waschen. Unter den Rufen „Ljewin will es!“ zieht
der Orden der Rytsar, zusammen mit anderen Kriegern gen Norden.

46 n.S. Pelgograd fällt und wird nieder gebrannt. Unter Strafe wird verboten sich jemals wieder dort anzusiedeln und der Glaube des Juritsch wird mit dem Tod bestraft. Die letzten Anhänger können sich in die bergige Region im Nordosten des Landes (Helsk) flüchten. Im gleichen Jahr stirbt Dogoniat. Die Matriachin der Kirche übernimmt die Landesführung, da Dogoniats einziger Nachkomme im heiligen Krieg gefallen ist.

47 n.S. Die Matriachin Elizaveta wird zur Dsarin gekrönt.

66 n.S. Elizaveta stirbt. Ihr Sohn Yegor wird Dsar

70 n.S. Yegor stirbt bei einem Jagdunfall und hinterlässt keine Nachkommen. Der Patriach Vladislav wird zum Dsaren gekröhnt.

100 n.S. Vladislav stirbt. Seine Tochter Anastasiya wird Dsarin

102 n.S. Der Mönch Reputin gewinnt Einfluss am Hof und wird enger Vertrauter der Dsarin. Beide sind den schönen Seiten des Lebens nicht abgeneigt und widmen sich lieber der Hofhaltung und Liebesspielen als der Staatsführung.

105 n.S. Die Kirche exkommuniziert Reputin auf Grund seines Lebenswandels. Da er aber unter dem Schutz der Dsarin steht, wird die Exkommunizierung ausgesetzt.

106 n.S. Durch einen Bergrutsch wird Helsk, die Region im Nordosten vom übrigen Teil Vodgorods abgeschnitten. Im gleichen Jahr führt die Dsarin die „Steppenjagd“ ein. Hinter dem harmlosen Begriff verbirgt sich die Menschenjagd auf die Völker der Steppe als gesellschaftliches Ereignis.

110 n.S. Die Stämme der Steppe sind bis auf wenige vernichtet worden. Zu dem sind sie untereinander zerstritten

115 n.S. Die Dsarin stirbt an einer unbekannten Krankheit. General Potjemky aus dem Orden der Rytsar wird Dsar durch die Gnade der heiligen Kirche. Als erste Amtshandlung stellt er die Steppenjagd unter Strafe. Sie wird aber von vielen Adeligen bis heute heimlich weitergeführt.

145 n.S. Potjemky stirbt, sein Sohn Alexander ebenfalls Ryt wird Dsar.

193 n.S. Alexander stirbt, seine Tochter Dina wird Dsarin

236 n.S. Dina stirbt, ihre Tochter Raisa wird Dsarin

240 n.S. Die Elaniten werden langsam wieder in Vodgorod geduldet, Fürstin Larissa wird als erste Elaniten wieder ihr Adelstitel zu erkannt.

245 n.S. Larissa stirbt durch Intrigen. Man vermutet die immer noch aktiven Palaty dahinter

246 n.S. Helsk, die Region im Nordosten wird wieder zugänglich.

250 n.S. Die Zwillinge Nadya und Maksim werden von der Dsarin geboren.

251 n.S. Joscha wird zum Freiherrn von Eisschatten ernannt.

257 n.S. Die Dsarin verstirbt, Nady und Maksim werden zu Dsaren gekrönt. Die eigentlichen Staatsgeschäfte werden von der Kirche, dem Orden der Rytsar und einigen Adeligen geführt.

259 n.S. Unter der jungen Kämpferin Ruslana in der viele ihrer Gefolgsleute eine Nachkommin des Khans zu Dogoniats Zeiten sehen, werden die Stämme der Steppe langsam wieder geeint und beginnen die Steppe wieder zu erobern. Benachbarte Dörfer werden regelmäßig von ihren Truppen überfallen. Nachts hört man die Trommeln der Steppe bis zur Hauptstadt… Die Stämme sind wieder erwacht und gewinnen an Stärke. Gerüchten das auch Jurten der Syhnal brennen schenkt man keine weitere Beachtung.

261 n.S. Die Großmeisterin der Rytsar Anastasia Bokha deckt die Wlad Verschwörung auf und entlarvt die Zwillinge Nady und Maksim als Dämonenbrut. Wlad entkommt in die Berge von Wisznirod und bereitet von dort den Angriff auf Vodgorod vor.