Dawai! Dawai!

Dsarenreich

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Das Land

Meine Heimat, Land der langen Winter
Verräter sterben hier auf dem Schafott
Für die Heimat wollen wir gemeinsam kämpfen
Für die Heimat und für Vodgorod.

Vodgodische Hymne

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Vodgorod liegt im Osten der Mittellande und hat eine Fläche von ca. 40.000 Quadratmeilen, etwa zwei Drittel des Landes sind dicht bewaldet und mit einer Vielzahl von Bergen, Seen, Flüssen und Tälern durchzogen. Das Land ist in 6 Fürstentürmer (Boyankar) aufgeteilt.

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Die Boyankar Vodgorods

Im Südosten liegt die große Steppe Uscat Vale, eine weite Graslandschaft mit nur wenigen Hügeln und noch spärlicherem Pflanzenbewuchs. Hier kann die Temperatur im Winter weiter fallen, als sonst wo in Vodgorod und eisige Stürme ziehen über das Land. Die Steppe wird vom Volk der Syhnal bewohnt, einem in Stämme aufgeteilten Reitervolk, dass nur nominel der Dsarenkrone untersteht. Die Syhnal leben als Nomaden und haben keine festen Städte, ihre Heimat ist dort, wo die Yurte ist.
Von den Syhnal nicht anerkannt ist die Hauptstadt der Uscat Vale, Skelia. Die Stadt besitzt Gerüchten zufolge Tore, welche sich nur nach innen öffnen lassen, wer einmal in der Stadt “angekommen” ist bleibt dort. Hinter vor gehaltener Hand weiß jeder Bewohner Vodgorods, wer von der Dsar nach Skelia geschickt wird. Denn nur wer sich etwas zu Schulden hat kommen lassen, bekommt diese “Ehre”.

Im Nordosten – nur über einen schmalen Bergpass erreichbar – liegt Helsk, eine rauhe Berglandschaft mit deutlich weniger Wald als im Rest des Landes. Steile Berge zeichnen sich gegen den Horizont ab und wenige kleine Dörfer schmiegen sich eng in ihren Schatten. Die Architektur der Dörfer in Helsk zeichnet sich durch den “Hofturm” aus, einem viergeschossigen Turm der zu jedem Hof gehört. In diesem Turm werden die Vorräte gelagert und er dient als Rückzugsort bei Lawinen, die Helsk häufig heimsuchen. Helsk ist bekannt für seine heissen Quellen, die direkt aus den Bergen hervorquellen, aber auch für seinen grossen Vulkan Istevan, der Donnerer.
Die Menschen in Helsk sind von eher rauer Natur, was man am schnellsten an ihrem Humor festellen kann. Dennoch sind sie gastfreundlich und bieten Fremden immer einen warmen Platz am Feuer an. Ihr Dialekt unterscheidet sich stark vom Rest des Landes, was sich durch die lange Abgeschiedenheit erklärt.
Ganz im Osten des Boyankar wird Bergbau betrieben, einige der schönsten Edelsteine, die sich im Besitz der Dsar befinden, sollen aus helsker Stollen stammen.
In Helsk liegt auch die freie Stadt Krimsk, die in ganz Vodgorod einen besonderen Ruf genießt. Fast jeder vodgodische Soldat verbringt nach geschlagener Schlacht eine Nacht in Krimsk, der Stadt, in der man wirklich ALLES bekommt, was man sich für Rubitsch kaufen kann…
Regiert wird das Boyankar von der Familie Melarikjev, deren Oberhaupt ist Boyarina Ayndeel i Dros Tiraz yet Melarikjeva, die in der Feste Dros Tiraz residiert. Die Feste schützt Vodgorod vor dem verfeindeten Wisznirod und ist seit jeher Sitz der Herren von Helsk.

Im Nordosten liegt das Boyankar Pelgorod mit seiner Hauptstadt Nischni Pelgograd.
Die alte Hauptstadt Pelgograd, ehemals das Zentrum der biserischen Ketzerbewegung der Juriken, wurde geschliffen und existiert nur noch als Ruine. Es ist ein verfluchter Ort an dem die Geister und Dämonen der verfehmten Magier aus jener Zeit noch umher irren sollen.
Um so mehr versuchen die jetzigen Boyaren von Pelgorod, ihre Provinz in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.
Die Menschen in Pelgorod leben in Großfamilienverbänden, auf dem Land überwiegend in Langhäusern, in kleinen Siedlungen zusammen. Das Haus des Familienoberhauptes wird dabei auf einer Anhöhe in der Mitte der Siedlung gebaut.
Die Adelshäuser haben sich der fortschrittlichen Bauweise Orastans angepasst und die vielen kleinen Landsitze stehen den modernen Bauten anderer Adelsfamilien in nichts nach.
Jedes Kind (auch die Mädchen) wird von klein auf im Kampf trainiert, was zu dem Gerücht geführt haben soll, dass die pelgorodischen Bauern den Brauch haben, bei einem echten pelgorodischen “Liebesfest” die Liebenden im Kampf gegeneinander antreten zu lassen. Was allerdings der Gewinn ist, ist außerhalb Pelgorods unbekannt.
Die Universität von Pelgorod ist die bekannt für ihre Forschungen und zu den Glanzstücken ihrer Erfindungskunst gehört das Schwarzpulver.
Regiert wird das Boyankar von der Familie Tabanov, deren Oberhaupt Bojarina Tatjana Ruskaya yet Tabenov residiert in der Hauptstadt Nischni Pelgograd.

Die Mitte des Landes wird beherrscht vom grossen See “Umpra Apa” und der Hauptstadt Vodgorods Frati Oras, die ebenfalls Hauptstadt des Boyankars Orastan ist. Während in den ländlichen Regionen das Leben immer noch einfach ist und sich über Generationen nicht geändert hat, ist die Stadt rund um das Herrscherhaus der Dsar auf der Höhe der Zeit und gibt sich gerne fortschrichtlich. Hofhaltung, Adelsleben, Literatur, Kunst und Musik werden hier groß geschrieben. Nicht weit von der Hauptstadt entfernt liegt Nobjalinsk, die Haupt-Basilika der Biserica, der offiziellen Kirche Vodgorods und ebenso der Stammsitz der Rytsar, des Ritterordens des Landes.
Wer Geschäfte mit Vodgorod machen will, benutzt die gut ausgebauten Strassen Orastans und sein erster Halt wird die Grenzstadt Wolodarsk sein, in der auch der Hauptsitz der Handelsgilde ist. Durch den regen Handel mit dem Nachbarland Jakant, der in Gänze über die Grenzen Orastans fließt und der nahegelegenen Grenze zu Al Sharuha, ist der Dsarenhof immer mit den neusten Moden versorgt.
Das Boyankar wird von der Dsarenfamilie regiert, derzeitiges Oberhaupt ist die Dsar Anastasia yet Bokha.

Im Süd-Osten des Landes liegt das Boyankar Elansk, welches neben Pelgorod wohl die unrühmlichste Geschichte hat. In Elansk waren die mächtigsten Elaniten-Familien beheimatet (Magier). Wenige von ihnen versuchten die Machtergreifung und fast alle wurden für diese Tat verfolgt und bestraft, so dass in Elansk praktisch kein Elanit mehr heimisch ist.
Heute wird das Boyankar hauptsächlich von Cosseken bewohnt, die ihren Ataman (Anführer) per Wahl bestimmen. Sie sind als Wehrbauern der Dsar unterstellt. Die Cosseken sind stolz auf ihre Vorfahren, die sich als ehemalige leibeigene Bauern die Freiheit erkämpft haben. Verschwiegen wird dabei, dass auch viele ehemalige Räuber unter ihren Vorfahren sind.
Durch die ständigen Angriffe auf ihre Dörfer durch Syhnal und räuberischen Banden haben die Cosseken früh gelernt sich zu verteidigen wobei jeder Dorfbewohner zu einer Waffe griff um sich zur Wehr zu setzen. Die meisten Cosseken leben in Großfamilien auf Bauernhöfen, die sich zum Teil zu kleinen Dörfnern in Mitten der weiten Wälder Elansk`zusammengeschlossen haben.
Die Hauptstadt von Elanks ist Arsamas, eine wunderschöne, nur aus bunten Holzbauten bestehende, kleine Stadt.
Regiert wird Elansk durch den Ataman der Cosseken, derzeit Taras Nicolai.

Durch das verhasste Wiszinirod von Helsk getrennt liegt Kalinistan im Osten des Landes. Hier her haben sich die verbliebenen Elaniten geflüchtet und eine neue Heimat gefunden. Die Bewohner Kalinistans waren anfangs skeptisch über die neuen Nachbarn, aber man erzählt sich, dass dies nur bis zu einem einem Angriff aus dem benachbarten Wisznirod der Fall war, wo die Elaniten sich mit ihren Schutzzaubern, als äußerst nützlich erwiesen. So arrangierte man sich und lebt nun friedlich nebeneinander. Von echten Freundschaften kann man aber bis heute nicht sprechen.
Bekannt ist Kalinistan für seine Kunst, die in ihren vielen Formen exportiert wird.
Die Hauptstadt ist Kalinigirsk, in der sich auch die Akademie der Elaniten befindet. Ebenso ist die Hauptstadt Sitz der Herrscherfamilie Darwursk, deren derzeitiges Oberhaupt ist Boyar Dimitri Ljewinitsch yet Darwursk.
In Kalinistan liegt auch die Feste Dros Valeran, die die zweite Speerspitze gegen Wisznirod darstellt.

Über das Boyankar Wisznirod spricht man in Vodgorod nur mit Wut in der Stimme. In der großen Schlacht am Umbra Apa haben die Wiszniroden die Seiten gewechselt und für den Feind gekämpft. Seit dieser Zeit gibt es eine tiefe Feindschaft zwischen dem ehemaligen Boyankar und Vodgorod. Die Grenze in die abtrünnige Provinz ist stark befestigt und immer wieder kommt es zu Übergriffen von beiden Seiten. Die Einwohner Wisznirods haben sich so sehr dem Bösen hin gegeben, dass man heute kaum noch von Menschen sprechen kann. Man erzählt sich, sie wären hässlich und entstellt und Dämonen würden in den Reihen ihrer Krieger stehen.
Die Hauptstadt Frati Wiszni hat ihre eigene Dsarenfamilie gegründet und sieht Vodgorod als ihr Land an.

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Herrschaft

Den Boyaren der Boyankar steht der Dsar vor, der mit seinem Stammsitz in Frati Oras ebenfalls Boyar der Provinz Orastan ist. Viele kleinere Ortschaften sind als Lehen an den niederen Adel vergeben. Diese Auszeichnung vergeben die Boyaren der Provinzen für besondere Taten im Sinne des Landes.
Dem Dsar beratend zur Seite steht der General der Rytsar und der Patriach der Biserica, sowie seine Boyaren (sowohl die Rytsar, als auch die Biserica können von Frauen geführt werden). Nachdem ein Staatstreich niedergeschlagen werden konnte, herrscht nun Anastasia yet Bokha als Dsar über das Land. Das Land wir autokratisch geführt, die Dsar hat die absolute Macht, hält sich aber an die Gesetze des Landes.
Allerdings heißt es auch “Vodgorod ist groß und der Dsar ist weit“, so dass die Macht des Boyaren in seiner Provinz oft real deutlich grösser ist.

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Militär

Wenn man im Land des langen Winters von der Armee des Dsaren spricht, dann spricht man nicht von einem großen homogenen Heer, sondern vielmehr von einem Bund spezialisierter Verbände.

Verbände des Heerbundes (Militaris Commona) sind

Die Baseka umfasst jeweils den erstgeborenen Sohn jeder Familie, der eine gewisse Zeit im Militär des Landes dienen muss. Die Rytsar sind der Ritterorden Vodgorods, der das Land und den Glauben verteidigt. Die Akorsk sind eine reine Bogentruppe und die Husarow kämpfen mit Schwarzpulver-Waffen.

Eine Sonderstellung haben die Schidzar, ehemals ein Teil der Akorsk sind die heute an der Grenzwacht und als Späher tätig.

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Sprache

In ganz Vodgorod wird “Vodgoridj” gesprochen, wobei die Sprache je nach Region von Dialekten gefärbt ist. Die Ilithilden haben ihre eigene Sprache, die den Menschen nicht bekannt ist. Allerdings sprechen selbst die Kinder der Eiselfen Vodgoridj ohne jeden Dialekt und scheinbar von Geburt an.

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Währung

Der Rubitsch, der in etwa den Wert einer mittelländischen Silbermünze hat, ist die offizielle Staatswährung, wobei 10 Koppeken (Kupfer) einen Rubitsch wert sind. In ländlichen Regionen herrscht in erster Linie Tauschhandel, aber die Währung wird überall angenommen. Kann man nicht herausgeben werden die Münze geteilt, da allein ihr Materialwert zählt.

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Klima

In der Sprache des Landes bedeutet Vodgorod “Land des langen Winters”, was das dort herrschende Klima gut beschreibt. Das Klima ist typisch kontinental: Acht bis Neun der 13 Monde ist es winterlich kalt, darauf folgt ein kurzer, aber meist sehr sonniger und heisser Sommer. Die Übergangsjahreszeiten Frühling und Herbst dauern nur wenige Wochen.
Im Winter ist ganz Vodgorod von einer tiefen Schneedecke überzogen und der große See Umbra Apa komplett zugefroren. Einzig in der Steppe fällt nicht so viel Schnee, dafür fallen dort die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt und eisige Stürme ziehen über das flache Land.
Im Sommer erstrahlt das ganze Land in einem saftigen Grün und die Natur nutzt die wenige Zeit die ihr bleibt für eine wundervolle Blüte und meist reiche Ernte.

[siehe auch: Klima/Kalender]

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