Dawai! Dawai!

Dsarenreich

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Religion

Sei dein eigener Verfolger
und du wirst deinen Feind durch dein Herannahen verjagen.
Versöhne dich mit dir selbst
und Himmel und Erde werden sich mit dir versöhnen.
Aber das Land und den Glauben zu verteidigen, ist die höchste der Tugenden

Piatre Sladko Rewetsch

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Der Glaube der Drey

Die Hauptreligion in Vodgorod ist der biserische Glaube, auch als Biserica oder die Religion “Der Drey” bekannt. Dabei handelt es sich um eine Dreifaltigkeit der Götter Taticule (Väterchen), Mamicuta (Mütterchen) und Urs (der Bär).
Die Götter werden zur gleichen Zeit als Einheit des Weltengründers gesehen, aber auch zum Teil einzeln verehrt. In weiten Teilen ähnelt der beserische Glaube dem Ceridentum, wobei viele besirische Geistliche die Ceriden für Irrgläubige halten (bestenfalls) oder Ketzer (schlimmstenfalls), da sie die Schriften des Weltengründer falsch interpretieren und sogar eines der Gotteskinder verteufeln.
Weise aus neutraleren Ländern bezeichnen den beserischen Glauben auch als orthodoxes Ceridentum.

 

Die Entstehung der Welt

Taticule erschuf die Welt und die Gotteskinder, Mamicuta lehrte einem der Gotteskinder (Bozephowitsch) Weisheit und die Magie, auf das es den Menschen nutzen bringen sollte. Bozepohwitsch gab sein Wissen an die Menschen weiter und die Menschen lernten, was er ihnen lehrte. Eines Tages wollten die Menschen immer Neues von ihm lernen und stellten Bozepohwitsch Frage um Frage. Nach Meinung der biserischen Kirche, handelt es sich um einen Irrglauben im Ceridentum, das Bozephowitsch neidisch auf die Menschen wurde. Ganz im Gegenteil. Er erkannte, dass sein Werk vollendet war und die Menschen nun alleine stets nach besserem Streben würden.

Elana Daraufhin ging Bozephowitsch in den Wald und schlief in einer Höhle ein. Als er wieder erwachte hatte er sich in einen Bären verwandelt und konnte die Stimmen der Natur und der Tiere verstehen. Er sah ein, dass es mehr in der Welt gab, als nur nach Höherem zu streben. Die Natur in ihrer Unbezähmtheit, Schöhnheit, Wildheit und auch Triebhaftigkeit hatte ebenso viel zu bieten. Er entschied, dass die Menschen das erfahren mussten. Er nannte sich selbst fortan Urs (der Bär) und machte sich auf den Weg zu den Menschen. Am Waldrand traf er auf einen kleinen Jungen. Er hörte auf den Namen Daskût. Das Kind war reinen Herzens und erkannte Bozepohwitsch in dem Bären. Zusammen gingen sie zu den Menschen und Urs erzählte Daskût auf dem Weg, was er erlebt hatte. Nach sieben Tagen kamen sie an ein Dorf, der Heimat des Kindes. Die Menschen erschraken sehr, als sie die den Bär mit dem Jungen sahen. Sie dachten das Kind wäre in Gefahr, denn sie konnten ihn als Bär nicht erkennen und begannen, ihn zu jagen. Urs entkam, doch er war entäuscht von der Menschen und traurig das er seinen Freund Daskût zurück lassen musste.

So kehrte er in der Gestalt des Bären zu Taticule und Mamicuta zurück und erzählte ihnen von seinen Erlebnissen. Sie entschieden, dass die Menschen für diese neue Lehre noch nicht bereit waren, aber sie erkannten Urs` Weisheit. Sie ließen ihn zum Himmel auffahren wo er fortan an der Seite von Taticule und Mamicuta darauf wartet, bis die Menschen selbst zu der Weisheit gelangen, die auch Bozepohwitsch erreicht hatte. Eines nachts sah Daskût zum Himmel auf. Er erkannte den Bären in den Sternen. Daskût war froh, das sein Freund Urs noch immer da war und so zog er aus, um den anderen Menschen das zu lehren, was Urs ihm lehrte.
Mittlerweile ist die Philosophie Urs` ein elementarer Bestandteil der Glaubenslehre.

 

Die Lehre

Im Gegensatz zum Ceridentum kennt der besirische Glaube keinen “echten” bösen Gott. Alles Handeln geht von den Menschen aus, ganz im Sinne ihres Schöpfers. Es gibt allerdings Wesen aus niederen Sphären deren einziges Verlangen die Schlechtigkeit ist und sie versuchen die Menschen für sich zu gewinnen. Der bei den Ceriden wichtige heilige Hilarius ist auch in der beserischen Kirche bekannt, spielt dort aber nur eine untergeordnete Rolle. Seine Arbeit, das Ceridentum zu erneuern wird als der richtige Weg gesehen, nur ist er durch die Einflüsse von Dämonen vom rechten Pfad abgekommen. Wichtige Heilige der Biserica sind der heilige Ljewin, der heilige Dogoniat und die heilge Raisa.

Die ljewitische Kirche ist die wichtigste Sekte des biserischen Glaubens. Gegründet von Fürst Janosch von Pelgograd 35 n.d.S., erschütterte sie die Biserica in ihren Grundfesten. Ihre Schrift “Das Buch Juritsch” gilt als übelste Ketzerei für die Gläubigen des Landes, verteufelt sie doch Urs als animalischen Triebdämonen und Elana als Hexe. In weiten Passagen ähnelt die ljewitsch Kirche dem ceridischen Glauben, teilt die Menschen aber in eine strikte Zweiklassengesellschaft. Die Herren (die sich als direkte Nachfolger der Gotteskinder sehen) haben alles Recht über die Menschen zu herrschen und zu urteilen.

Im Jahre 46 n.d.S. wird Pelgograd nach einem langen Krieg vernichtet und die ljewitische Kirche vernichtet. Hunderte von Büchern des Juritsch werden verbrannt. Glaubt man einigen Gerüchten, soll eine der Schriften heute noch in der Basilika in Nobjalinsk hinter dicken Mauern aufbewahrt werden.

In ländlichen Regionen ist der biserische Glaube auch existent, aber stark vermischt mit einem animistischen Volksglauben, der sich je nach Region stark unterscheidet. In Teilen von Helsk ist “Rasa“, eine heidnische Naturreligionen verbreitet. Die Biserica startete immer wieder Versuche, diese Regionen zu missionieren, aber auf Grund der Abgeschiedenheit und politischen Unwichtigkeit Helsks, meist ohne großen Elan.

Die Reiterstämme der Steppe erkennen Urs als ihren Hauptgott an und verehren ihn mit animistischen Riten.

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Die Biserica

Die Biserca ist die offizielle Kirche des “Glaubens der Drey”. Ihr Hauptsitz ist in Nobjalinsk, nicht weit von der Hauptstadt entfernt, direkt am See Umbra Apa. Die Stadt wird beherrscht von der Basilica Sankt Ljewin, in der der Patriarch der Biserica residiert. Über der Basilica befindet sich die “Stählerne Feste”, der Hauptsitz des heiligen Ordens St. Ljewin, des Ritterordens.

Die Kirche und ihre Priester sind in ganz Vodgorod hoch angesehen und sie übernehmen gerade in ländlichen Gebieten oft die Rechtsprechung. Glaube und Kirche sind feste Bestandteile des Lebens auf dem Lande, wie auch in der Stadt.

Die Biserica wird vom Konzil der sechs Kardinäle geführt, der der Patriach oder die Matriachin vorsteht. Der Führer der Biserica hat ebenfalls eine feste Position im Stab des Dsaren.

Gürtelschmuck mit dem Symbol der Biserica:

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Die Biserca verehrt alle drei Götter gleichermaßen, wobei es Priester gibt, die ihr Leben speziell einer Gottheit widmen.
Fast jeder Haushalt in Vodgorod besitzt einen kleinen Hausaltar, auf dem in schmuckvollen Ikonen, das Leben und Werk der Drey erzählt wird.

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